Bischofssitz, Brunnenstolz und Biertradition: Bamberg als Zentrum Oberfrankens

Die wie Rom auf insgesamt 7 Hügeln (Stephansberg, Kaulberg, Altenburg, Jakobsberg, Michelsberg, Abtsberg und Domberg) ab etwa dem Jahr 900 errichtete Stadt ist bereits seit dem Jahr 1007 Sitz des Erzbistums Bamberg, der Bamberger Dom St. Peter und St. Georg samt seiner berühmten Skulptur des Bamberger Reiters an der Fassade ist neben Dutzenden von weiteren katholischen wie protestantischen Gotteshäusern, Klöstern und Kirchen der im Stadtbild dominierende Beweis dafür, dass dem christlichen Glauben hier traditionell schon immer sehr großer Wert beigemessen wurde und wird.
Durch den Umstand, dass diese zahlreichen religiösen Bauwerke im Krieg nicht oder nur sehr wenig beschädigt wurden, anerkannte die UNESCO bereits im Jahr 1993 die großen exemplarische Bedeutung Bambergs als Beispiel für typische mittelalterliche Architektur an, und nahm die gesamte Altstadt als größten unversehrt erhaltenen historischen Stadtkern in Deutschland in die Liste ihres als schützenswert erachteten Welterbes auf.
Doch Bamberg ist bei weitem nicht nur vergeistigt oder lebt exklusiv in seiner beeindruckenden Vergangenheit, die auch aktuell äußerst lebendige Universitätsstadt besticht in der Gegenwart durch ein sehr lebendiges Kunst-, Kultur- und Nachtleben. Eine reichhaltige Museumslandschaft, zahlreiche regelmäßige Veranstaltungen das ganze Jahr über wie z.B. das Kulturfestival KONTAKT der Bamberger Studenten im Mai/Juni, die Bamberger Kurzfilmtage im Januar, die Bamberger Biertage im Juni und das sehr populäre Altstadtfest „Sandkerwa“ (Sandkirchweih) im August lassen Besucher der Stadt schnell erahnen, dass man in der oberfränkischen Metropole schon immer auch gerne gefeiert und nicht nur gebetet hat.
Wie auch im restlichen Franken, sind auch die Bamberger Brunnen ein ortstypisches Merkmal, ein gutes Dutzend von ihnen findet man im Stadtgebiet, die bekanntesten und schönsten sind der Franziskusbrunnen, der Gabelmann-Brunnen mit seiner Neptun-Darstellung und der nach dem einstigen Bayerischen König Maximilian I. Joseph benannte Maximiliansbrunnen.
Thomas Phil - 17. Apr, 14:33