Bischofssitz, Brunnenstolz und Biertradition: Bamberg als Zentrum Oberfrankens

Altes Rathaus Bamberg Thomas Scholz  pixelio de Ernsthaft mit der einstigen Hauptstadt des „Imperium Romanum“ konkurrieren würde man wohl im heutigen Bamberg mit seinen ca. 70 000 Einwohnern nicht mehr, zu Zeiten des bayerischen Herzogs und späteren römisch-deutscher Kaisers Heinrich II. um die erste Jahrtausendwende jedoch waren sowohl die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung als auch das daraus resultierende Selbstbewusstsein der Stadt groß genug, als dass sie von manchem damaligen Zeitgenossen in einem Atemzug als "Fränkisches Rom" mit den ungemein berühmteren Städten Jerusalem, Athen und Rom genannt wurde.

Die wie Rom auf insgesamt 7 Hügeln (Stephansberg, Kaulberg, Altenburg, Jakobsberg, Michelsberg, Abtsberg und Domberg) ab etwa dem Jahr 900 errichtete Stadt ist bereits seit dem Jahr 1007 Sitz des Erzbistums Bamberg, der Bamberger Dom St. Peter und St. Georg samt seiner berühmten Skulptur des Bamberger Reiters an der Fassade ist neben Dutzenden von weiteren katholischen wie protestantischen Gotteshäusern, Klöstern und Kirchen der im Stadtbild dominierende Beweis dafür, dass dem christlichen Glauben hier traditionell schon immer sehr großer Wert beigemessen wurde und wird.

Durch den Umstand, dass diese zahlreichen religiösen Bauwerke im Krieg nicht oder nur sehr wenig beschädigt wurden, anerkannte die UNESCO bereits im Jahr 1993 die großen exemplarische Bedeutung Bambergs als Beispiel für typische mittelalterliche Architektur an, und nahm die gesamte Altstadt als größten unversehrt erhaltenen historischen Stadtkern in Deutschland in die Liste ihres als schützenswert erachteten Welterbes auf.

Doch Bamberg ist bei weitem nicht nur vergeistigt oder lebt exklusiv in seiner beeindruckenden Vergangenheit, die auch aktuell äußerst lebendige Universitätsstadt besticht in der Gegenwart durch ein sehr lebendiges Kunst-, Kultur- und Nachtleben. Eine reichhaltige Museumslandschaft, zahlreiche regelmäßige Veranstaltungen das ganze Jahr über wie z.B. das Kulturfestival KONTAKT der Bamberger Studenten im Mai/Juni, die Bamberger Kurzfilmtage im Januar, die Bamberger Biertage im Juni und das sehr populäre Altstadtfest „Sandkerwa“ (Sandkirchweih) im August lassen Besucher der Stadt schnell erahnen, dass man in der oberfränkischen Metropole schon immer auch gerne gefeiert und nicht nur gebetet hat.

Wie auch im restlichen Franken, sind auch die Bamberger Brunnen ein ortstypisches Merkmal, ein gutes Dutzend von ihnen findet man im Stadtgebiet, die bekanntesten und schönsten sind der Franziskusbrunnen, der Gabelmann-Brunnen mit seiner Neptun-Darstellung und der nach dem einstigen Bayerischen König Maximilian I. Joseph benannte Maximiliansbrunnen.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Berlin und Brandenburg...
Sein Leben (1712 bis 1786) verlief aus heutiger Sicht...
Thomas Phil - 7. Jun, 19:45
Bischofssitz, Brunnenstolz...
Ernsthaft mit der einstigen Hauptstadt des „Imperium...
Thomas Phil - 17. Apr, 14:40
Höchste Naturschutzehre...
Foto: nebel im buchenwald. Angelina S......../pixelio.de Seit ...
Thomas Phil - 20. Dez, 17:53
Der Naturpark Südschwarzwald:...
Deutschlands zweitgrößter Naturpark ganz im Südwesten...
Thomas Phil - 1. Mär, 13:34
Das Vogtland – Idylle,...
Die Friedensbrücke in Plauen, Foto: Werner Neunherz...
Thomas Phil - 19. Nov, 13:11

Links

Suche

 

Status

Online seit 5428 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 7. Jun, 19:45

Credits


Urlaub Deutschland
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren